UNSER BEITRAG ZUM KLIMASCHUTZ

Wir, die Mitglieder des Netzwerkes Energetikom, wollen die Energiewende aktiv mitgestalten.

Energie soll effizient, intelligent und nachhaltig erzeugt und genutzt werden - das ist unser gemeinsam formuliertes Ziel. Das erreichen wir mit Partnern und Kunden aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Gemeinsam führen wir zahlreiche Projekte durch und entwickeln und erproben Dienstleistungen, die den Klimaschutz voranbringen.

Im Dialog versuchen wir, lokal Lösungen für offene Fragen der Energiewende zu finden.

Wir beschäftigen uns mit Fragen der Energieerzeugung, Speicherung, Vernetzung und Digitalisierung genauso wie mit Fragen des Energieverbrauches im Bereich Gebäude und Produktionsanlagen sowie auf Quartiersebene und den damit einhergehenden Fragen, wie beispielsweise der Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität oder der Entwicklung von Produkten, die gesund und nützlich für Mensch und Natur sind.

 

KLIMAFREUNDLICHE MOBILITÄT

Alternative Antriebe, vernetzte Autos und selbstständig fahrende Wagen: Die Mobilität von übermorgen ist ungewiss.

Die Zukunft der Mobilität liegt darin, Konzepte zu entwickeln, die sich durch Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit auszeichnen. Zukünftige Mobilität ist allerdings nicht alleine eine Frage der Technik. Es bedarf in Konsequenz weiterführende Mobilitätskonzepte, welche sich nicht nur auf technischer Ebene entwickeln, sondern auch einen menschlichen Verhaltenswandel zur Folge haben. Mobilität kann in diesem Zusammenhang zum Ausdruck einer neuen Lebensweise werden. Im Gegensatz zum 20. Jahrhundert in dem Mobilität in erster Linie Individualmobilität bedeutete, sind heute vermehrt Konzepte gefragt, die verschiedene Verkehrsmittel bedarfsorientiert vernetzen. Car-Sharing-Angebote oder Fahrradverleihstationen zeigen hier erste Erfolge.

INTELLIGENTE ENERGIEERZEUGUNG UND NUTZUNG

Nachhaltige Energieerzeugung und effiziente Nutzung sind wichtige Aufgaben unserer Zeit und eine Notwendigkeit. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wird Energie zunehmend nicht mehr zentral, sondern dezentral erzeugt. Auch zeigt sich, dass Erzeugung, Verbrauch und gegebenenfalls Speicherung zunehmend an einem Ort in kleinsten Einheiten von Gebäuden und Gebäudekomplexen/Liegenschaften zu finden sind. Dabei sind auch neue Arten der Energienutzung zu bedenken: Vor allem die Elektromobilität stellt neue Anforderungen an die Bereitstellung der für die Mobilität benötigten Energie. Im Austausch oder projektbezogenen Kooperationen stellen sich unsere Netzwerkpartner diesen Herausforderungen.

ENERGIEEFFIZIENTE GEBÄUDE UND TECHNISCHE ANLAGEN

Die Energieeffizienz von Gebäuden und technischen Anlagen ist in den vergangenen Jahren aufgrund steigender Energiepreise und nicht zuletzt gesetzlicher Regelungen wie die Energieeinsparverordnung (EnEV) verstärkt in den Fokus gerückt.

Nach der Mobilität (inkl. Transport) und der Energieerzeugung selbst sind die Gebäude der größte Verbraucher. In Industrienationen wie Deutschland macht dies annähernd 40 Prozent der verbrauchten Energie aus. Um die Ziele des Energiekonzepts der Bundesregierung bis 2050 zu erreichen, müssen beispielsweise im Wohngebäudebestand noch 60 Prozent Endergie durch Effizienzmaßnahmen an Gebäudehüllen und Heizung eingespart werden.

Im industriellen und gewerblichen Bereich steht die Vermeidung von Verschwendung im Mittelpunkt. Die Verantwortlichen minimieren Bestände und Überproduktion. Neben den klassischen Lean-Themen birgt die Energie großes Potenzial. Steigende Energiekosten und politische Initiativen rücken den effizienten Umgang mit Strom, Wärme, Kälte oder Druckluft in den Fokus von Wirtschaft und Gesellschaft. Eine bessere Energieeffizienz und schonender Ressourcenverbrauch sind relevante Wettbewerbsfaktoren.Hierzu zählen beispielsweise Thermoprozesse, die Nutzung industrieller Abwärme, solare Prozesswärme, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

ZUKUNFTSFÄHIGE QUARTIERE

Seit 2008 leben weltweit mehr Menschen in den Städten als auf dem Land. Und fast überall auf dem Planeten hält der Trend des Umzugs in die Städte an - auch in Deutschland. Die zunehmende Verstädterung sorgt kontinuierlich für eine hohe Wohnraumnachfrage in den Metropolregionen und für eine Verdichtung der innerstädtischen Flächen. Neu ist diese Entwicklung nicht. Doch die Reaktion darauf hat sich im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte deutlich verändert. Während es in den 1950er- bis 1990er-Jahren vor allem darum ging, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Wohnraum zu schaffen, geht man heute behutsamer bei der Quartiersentwicklung vor. Wohnghettos ohne Verkehrsanbindung und ohne sinnvolle Infrastruktur werden heute in der Regel nicht mehr geplant. Doch was gehört alles in ein gutes Quartierskonzept?
Quelle: http://unternehmen.handelsblatt.com/quartiersentwicklung.html
 
 

ÖKODESIGN

Ökodesign ist mehr als energieeffiziente Kühlschränke und Taschen aus Recyclingmaterial. Beim Ökodesign wird der gesamte Lebenszyklus eines Produktes berücksichtigt – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, Distribution und Nutzung bis hin zur Verwertung oder Entsorgung. Neben Fragen des Energieverbrauchs und eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen, werden auch Fragen des Nutzerverhaltens, der Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit gestellt.  

Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung materieller Güter, es geht genauso auch um die umweltverträgliche und nutzerfreundliche Konzeption von Dienstleistungen und Systemen. Unsere Welt ist in großen Teilen menschgemacht – oder vielmehr „designergemacht“ – die Dinge und Prozesse sind meist nicht zufällig so wie sie sind. Sie werden geplant, gestaltet und schließlich gebaut und umgesetzt. Dabei werden Ressourcen ge- und verbraucht, es fallen häufig auch Abfälle und Schadstoffe an, die unsere Gesundheit und Umwelt belasten.  

Ein wichtiges Ziel von Ökodesign ist es deshalb, Produkte, Dienstleistungen und Systeme so zu gestalten, dass ihre negativen Auswirkungen auf die Umwelt in allen Lebensphasen möglichst gering sind. Grundprinzipien sind das Lebenszyklusdenken, die Langlebigkeit (auch die ästhetische Langlebigkeit!), ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und die Vermeidung von Schadstoffen und Abfällen

Gutes Design vereint die Aspekte Ästhetik, Funktionalität und guten Preis mit dem Einsatz gesunder Materialien, einer kreislauffähigen Konstruktion und einer CO2 armen Herstellung und Nutzung. Kurz gesagt ist Ökodesign gutes Design, das dem Menschen und der Umwelt gleichermaßen nutzt.

Inspiriert werden wir hierbei vom Designkonzept Cradle-to-Cradle®. In diesem Konzept werden alle im Produkt enthaltenen Materialien auf ihre Umweltbelastung überprüft und müssen so gestaltet sein, dass sie nach der Nutzung entweder bedenkenlos in die Biosphäre oder in einen technischen Materialkreislauf übergehen können. So entsteht kein Müll und die Rohstoffe kommen immer wieder in neuen Produkten zum Einsatz.