Projekte

Klimaanpassung Region Stuttgart (KARS)

Klimaanpassung stärker in der Stadt- und Regionalplanung zu verankern, und mit Energiekonzepten zu verknüpfen, das waren die Ziele des Forschungsprojektes „Klimaanpassung Region Stuttgart“ (KARS), das im Dezember 2016 zu Ende ging.

Mit Bundesmitteln unterstützt, haben die Projektpartner Verband Region Stuttgart, Hochschule für Technik Stuttgart, die Städte Esslingen am Neckar und Ludwigsburg sowie das Energetikom Strategien dazu erarbeitet und Handlungsansätze entwickelt. Die Ergebnisse diskutierten am Freitag, den 2. Dezember 2016 zum Abschluss rund 200 Teilnehmende beim elften „Tag der Planung“ in Stuttgart.

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Es bedarf eigenständiger Klimaanpassungskonzepte als Regelaufgabe in der Stadt- und Regionalplanung und eine engere Zusammenarbeit von Klimatologen, Landschaftsplanern, Stadtplanern und Architekten. Eine wichtige Erkenntnis sei, so der Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Detlef Kurth, „dass die vorhandenen Planungsinstrumente auf kommunaler Ebene ausreichen, aber zu wenig systematisch angewendet werden“. Klimaschutz und Klimaanpassung müssten in der Verwaltung stärker verzahnt und bestehende Leitbilder um Ziele der Klimaanpassung ergänzt werden.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen lassen sich in fünf Gruppen einordnen: Wasser in der Stadt, Grünflächen in der Stadt, helle und reflektierende Oberflächen an Fassaden oder als Bodenbeläge sowie Schattenflächen. Diese gilt es nun zu erproben.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind als Band 32 in der Schriftenreihe des Verbandes Region Stuttgart erschienen. Die Publikation kann ab sofort online bestellt werden unter www.region-stuttgart.org (im Menüpunkt „Information und Download“).

Zukunftsbüro

Das Zukunftsbüro wurde im Rahmen des Pilotprojekts „Nachhaltige Kommunalentwicklung – gemeinsam auf dem Weg in die Zukunft“ vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Es wurde im Herbst 2012 auf Initiative der Stadt Ludwigsburg und ihrem Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung und dem Energetikom e.V. gegründet. Das Zukunftsbüro wurde zum Ende der Projektlaufzeit 2015 geschlossen.

Sollten Sie Fragen zum Projekt "Zukunftsbüro" haben oder über unsere weiteren Angebote informiert werden, dann nehmen Sie Kontakt mit der Energetikom-Geschäftsstelle auf.

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Das Projekt "Zukunftsbüro" bildete die Erprobung einer Plattform für Kommunen in Baden Württemberg zur Unterstützung von Prozessen der nachhaltigen Kommunalentwicklung. Die Projektpartner entwickelten Unterstützungsangebogte für Kommunen. Die Beratungsstelle unterstützte Städte und Gemeinden in den Bereichen Nachhaltige Kommunalentwicklung, Energie und Klimaschutz sowie bei den damit verbundenen Partizipationsprozessen.

Klimaschutzkonzept Landkreis Ludwigsburg

Das erste 3D-Landkreis-Klimaschutzkonzept auf GIS-Datenbasis zum Anfassen.

Ein Konsortium aus Energetikom-Mitgliedern bestehend aus Drees&Sommer, der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT), der Ludwigsburger Energieagentur (LEA) und der Energetikom-Geschäftsstelle hat von Juni 2014 bis Mai 2015 das erste dreidimensionale Klimaschutzkonzept für einen Landkreis erarbeitet.

Auftraggeber war der Landkreis Ludwigsburg. Das Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

Das 3D-Stadtmodell bietet gegenüber früheren 2D-Verfahren zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten: Wärmebedarfsberechnung, Bausanierungsszenarien, Sensibilisierung und Beratung der Bürgerinnen und Bürger, Solarpotenzialanalyse, Investitionskostenrechnung sowie Visualisierung der Ergebnisse. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Nutzung für andere räumliche urbane Analysen (z.B. Lärmkatierung, Überflutung/Hochwasser, Mobilfunk/Funkwellenbelastung).

Das Modell wurde auf dem TouchLab der Hochschule für Technik Stuttgart im Rahmen der LKZ im März 2015 erstmals genutzt, um den Besucherinnen und Besuchern den Wärmbedarf ihrer Immobilie anzeigen zu lassen. Die LEA nutzt das Modell im Rahmen ihrer Beratungen. Der Projektbericht wurde im August 2015 an den Kreistag übergeben.

Im Oktober 2015 Beschlussfassung des Kreistages und Abschlussveranstaltung??????

Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Freiberg am Neckar (Klima-FaN)

Ein Konsortium aus Energetikom-Mitgliedern bestehend aus dem Institut für Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart (IER), der Ludwigsburger Energieagentur (LEA) und der Energetikom-Geschäftsstelle hat im Jahr 2015 im Auftrag der Stadt Freiberg am Neckar ein Klimaschutzkonzept für das Stadtgebiet erstellt. Die Entwicklung des Konzeptes wurde durch eine intensive Mitarbeit der Öffentlichkeit begleitet.

Das Projekt wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

 

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Zunächst erfolgte eine Positionsbestimmung der Stadt Freiberg am Neckar im Klimaschutz, indem bisherige Klimaschutzaktivitäten erfasst und der gegenwärtige Endenergieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen in Freiberg am Neckar bilanziert wurden. Ergebnis der Bilanzierung war eine Pro-Kopf-Emission in Freiberg am Neckar im Jahr 2012 in Höhe von 7,4 t CO2, ohne Berücksichtigung der auf der Autobahn A 81 anfallenden Emissionen ergibt sich ein Wert in Höhe von 5,5 t CO2.
Auf die Ist-Analyse folgte die Potenzialanalyse, mit der CO2-Minderungspotenziale in Freiberg am Neckar hinsichtlich Energieeinsparung, Energieeffizienz und des Einsatzes von erneuerbaren Energien identifiziert wurden. Zur Erschließung dieser CO2-Minderungspotenziale bedarf es konkreter Maßnahmen. Diese wurden unter Beteiligung der Freiberger Bürger gemeinsam mit der Stadtverwaltung und einem Klimaschutzbeirat zusammen mit dem Projektkonsortium entwickelt. Die insgesamt 63 Klimaschutzmaßnahmen wurden in sechs Handlungsfelder unterteilt und in Form von Steckbriefen in einem Maßnahmenkatalog vorgestellt, der aufgrund seines Umfangs in einen separaten Band ausgelagert worden ist (siehe Band 2- Maßnahmenkatalog).

In einer Integrierten Szenarioanalyse wurde schließlich untersucht, welche CO2-Einsparungen durch die Realisierung der entwickelten Klimaschutzmaßnahmen in Freiberg am Neckar zukünftig in 2020, 2030 und 2050 im Vergleich zu einer Referenzentwicklung ohne zusätzliche Maßnahmen erzielt werden können. Ergebnis der Szenarioanalyse war zum einen, dass Klimaschutzmaßnahmen erforderlich sind, um den klimaneutralen Zielwert von 2 t CO2 pro Einwohner in Freiberg am Neckar bis 2050 erreichen zu können, und zum anderen, dass die im Maßnahmenkatalog festgelegten Maßnahmen bereits zur Zielereichung beitragen können. .
Für die erfolgreiche und von weitreichender Akzeptanz getragene Umsetzung der entwickelten Klimaschutzmaßnahmen wurde ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt. Um zudem die Wirksamkeit von solchen Maßnahmen überprüfen zu können, wurde ebenfalls ein Controlling- und Monitoring-Konzept entwickelt. Dieses dient als Kompass und zeigt an, ob sich Freiberg am Neckar „auf Kurs“ zur Erreichung der gesteckten kommunalen Klimaschutzschutzziele befindet.

Um einen Fahrplan für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu erhalten, wurden Handlungsempfehlungen vom Projektkonsortium an die Stadtverwaltung von Freiberg am Neckar gegeben und in einem Aktionsplan zeitlich konkretisiert. So besteht eine grundlegende Handlungsempfehlung darin, ein Navigationsziel für den kommunalen Klimaschutz bis 2050 auszugeben und die für die Umsetzung erforderlichen Strukturen in der Stadtverwaltung von Freiberg am Neckar vorzubereiten. Dazu gehört ein Klimaschutzmanager/-beauftragter, der als „Kümmerer“ für die erfolgreiche Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes Klima-FaN zuständig ist. Als Unterstützung soll ihm eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe Klimaschutz zur Seite gestellt werden. Erste Maßnahmen sollen u. a. mit der Schaffung einer Internetplattform Klimaschutz als Basis der Öffentlichkeitsarbeit und dem Start einer Thermografie-Aktion bald möglichst in Angriff genommen werden.

Positionspapier "Stadt und Klima" an Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg übergeben

Am 8. Dezember 2010 konnte im Rahmen der Abschlussveranstaltung das in der Expertenkommission erarbeitete Positionspapier zur nachhaltigen Stadtentwicklung an Staatssekretär Richard Drautz vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg übergeben werden.

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Die Expertenkommission, eine Initiative der STEG Stadtentwicklung GmbH im Rahmen der Vereinsarbeit im Energiekompetenzzentrum Energetikom e.V., entwickelte eine Strategie, um die Nachhaltigkeitspolitik des Landes Baden-Württemberg in den Kommunen umzusetzen. Überdies soll die im Positionspapier dargestellte nachhaltige Stadtentwicklungsplanung in die Förderpolitik des Landes übernommen werden. Das Positionspapier richtet sich neben der Landesregierung an Städte und Gemeinden. Die Mitglieder der Expertenkommission sehen dort herausragende Ansätze und Handlungsfelder, Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung wirksam voranzubringen.